Jammer-Fasten


Wie ich auf die Idee gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr genau. Ich habe mir im Jahr 2012 vorgenommen, Jammer-Fasten zu machen. Während der Fastenzeit will ich gänzlich aufs Jammern und Beschuldigen verzichten. Am Aschermittwoch hab ich das auf Facebook gepostet und sofort eine ungewohnt starke Resonanz erlebt!

Irgendwie scheint dieser Aufruf ein Treffer ins Schwarze gewesen zu sein. Offensichtlich gibt es eine ganz große Sehnsucht danach, die Opferrolle zu verlassen. Denn beim Jammern sind ja meistens irgendwelche anderen oder irgendetwas anderes schuld, dass es mir selbst grad nicht so gut geht: das Wetter, die Wetterumstellung, die Politiker, der Chef, die Kollegin, die Mutter, der Lehrer, der Partner, die Partnerin, …

Wenn wir einige Zeit (z.B. diese 40 Tage der Fastenzeit) unseren Fokus ändern und auf das Jammern und Beschuldigen verzichten, ändert sich sicher auch die Lebenseinstellung. Wir werden uns immer mehr bewusst, dass die gute Laune oft nur eine Entscheidung weit entfernt ist.

  • Will ich mich wirklich vom Regen abhängig machen und mir dadurch den Tag vermiesen lassen?
  • Will ich mich wirklich vom Chef abhängig machen und mir von seinem Vorwurf das Leben schwer machen lassen?
  • Will ich mich wirklich von der Partnerin abhängig machen und mich von ihrer schlechten Laune anstecken lassen?

Mit diesem Aufruf des Jammer-Fastens geht es mir nicht darum, lauter rosarote Brillen zu verteilen, damit wir all das Verbesserungswürdige auf dieser Welt nicht mehr sehen. Missstände aufzuzeigen und dadurch bewusst zu machen, ist ein wichtiger Schritt zur Veränderung und zur Verbesserung. Die andere Frage ist, ob ich dabei in die Opferrolle gehe, mich als Opfer der Umstände zu fühlen gewillt bin. „Ach, ich bin ja so arm, weil …“ Mit solch einer Reaktion geben wir unsere Macht ab und werden zu hilflosen Ohnmächtigen „Ich kann ja nichts ändern…“

Die große Resonanz auf meinen Aufruf gibt mir Zuversicht, dass wir immer mehr die Verantwortung für uns selbst und unsere Gefühle übernehmen. Wenn wir der Freude, der Liebe und der Eigenverantwortung auf der Welt eine Chance geben, was könnte dann alles entstehen!? 🙂 🙂 🙂

Probier’s aus, mach auch mit beim Jammer-Fasten! Auf meiner weripower Download-Seite kannst du dich von Geschichten und Bildern inspirieren lassen, Dinge anders als normalerweise zu sehen! 🙂

Anmerkung von Feb. 2015:

Dieser Aufruf zum Jammer-Fasten ruft seit 2012 jedes Jahr viel Resonanz hervor. Auf der einen Seite überrascht es mich – auf der anderen Seite spüre ich darin die Sehnsucht von vielen von uns, aus der Opferrolle heraus zu steigen und unsere Verantwortung zu übernehmen. Die Energie, die wir im Jammern verschwenden, lässt sich an anderer Stelle viel effizienter einsetzen.

Und ja: Es braucht auch immer wieder Jammer-und-Beschwerde-Runden oder -Stunden! 😉 Wenn das Herz dann ausgeschüttet ist, geht es auch wieder viel leichter, Verantwortung fürs eigene (Innen-)Leben zu übernehmen: Wieder sind wir einen Schritt weiter im spirituellen Selbstmanagement!

Eine weitere Erfahrung, die ich gemacht habe – und die andere mit mir geteilt haben: Nach 40 Tagen Jammer-Fasten mag niemand mehr mit dem Jammern anfangen! 😉 😉 😉

Dies war der ursprüngliche Beitrag vom 1. März 2012.

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