Bin ich Scanner/in?


Vor mehr als einem Jahrzehnt – klingt nach laaaange her 😉 – hat meine Coaching-Ausbildung-Peer-Group-Kollegin Irmgard Kravogel von Barbara Sher geschwärmt und mich mit dem Begriff Scanner/in bekannt gemacht. Für mich war es sehr erleichternd, so früh mit dem Begriff bekannt zu werden: Ich fühlte mich von dem scheinbaren Makel, mich nicht auf eine einzige Richtung / Sache festlegen zu wollen, befreit. Plötzlich erkannte ich in der Vielseitigkeit eine Stärke statt eine Marotte, die ich ablegen sollte. Du bist OK gilt auch für Scanner/innen! 🙂

Was sind Scanner/innen?

Scanner/innen sind Menschen, (in meinen eigenen Worten)

  • denen nie langweilig ist,
  • die sich für 100.000 – zum Teil sehr unterschiedliche 😉 – Dinge interessieren,
  • die dauernd irgendetwas Neues ausprobieren,
  • die jede Menge angefangene, aber nicht fertig-gelesene Bücher am Nachtkasterl liegen haben,
  • die bei Routine versauern,
  • die irgendwann in ihrem Leben noch ein Buch schreiben wollen,
  • denen ein Tag immer viel zu wenig Stunden hat,
  • die oft nicht wissen, wie sie ihre vielen Interessen ordnen / sortieren / priorisieren sollen,
  • etc.etc.etc.

Scanner/innen sind daher Menschen, die vielleicht nicht ein tiefes Fachwissen in dem einen Fachgebiet haben, dafür über ein sehr breites Wissen verfügen und viele verschiedene Aspekte vernetzen können. Sie sind neugierig, wissbegierig, interessiert. Sie haben einen wendigen Verstand, der sich schnell in neue Themengebiete vertiefen kann. So befinden sich in ihrem Erfahrungsschatz viele unterschiedliche Stücke und aufgrund ihrer Offenheit kommen laufend neue Puzzle-Teile dazu.

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Die Gefahr des Verzettelns

Was jede/r Scanner/in kennt, ist das Gefühl des Verzettelns. Der Tag hat zu wenig Stunden für all die verschiedenen Dinge, die so interessant und spannend wären. Abends bleibt dann ein unbefriedigendes Gefühl von was-ich-eigentlich-heute-alles-hätte-machen-wollen zurück. Von der erwähnten Kollegin Irmgard habe ich den Ausspruch übernommen: Beachte den Happiness-Level! Viele Jahre lang hatte ich ein Post-It mit dem Spruch auf meinem Schreibtisch! 😉

Was es mit dem Happiness-Level auf sich hat

Da es im Leben jedes Menschen Dinge und Aufgaben gibt, die einfach zu tun und erledigen sind, ist es speziell für Scanner/innen wichtig, dass sie sich die restliche Zeit des Tages mit Themen beschäftigen, die ihnen Erfüllung bringen. Auch wenn 100.000 Dinge interessant sind, so erfüllen uns manche mehr als andere. Daher gibt es die Idee, alle interessanten Bücher, Projekte, Lernfelder, etc. mit einem Happiness-Level zu versehen:

  • Frage dich: Wie glücklich macht mich X auf einer Happiness-Skala von 0 bis 10?
  • Streiche alles, was den Happiness-Level von 7 nicht überschreitet, aus deinem Leben.

Zieht sich dein Magen schon zusammen, weil dir um all die interessanten Dinge jetzt schon leid ist? 😉 Doch sei versichert: Selbst mit den Gebieten, die den Happiness-Level 8 oder höher erreichen, füllst du deine Tage randvoll aus! 😉

Scanner Buchempfehlung

  • Barbara Sher: Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast – mehr Info

Scanner Inspirationen aus dem Web

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2 Gedanken zu “Bin ich Scanner/in?

  • Reisinger Edith

    Hallo Uli !
    Dazu muss ich mich melden ! ich bin eine Scannerin , habe aber ganz zeitig ein gutes Prioritätsmanagement gelernt . Das geht nur mit Verstand und Selbstbeherrschung, sonst würde ich nie etwas wirklich fertigmachen und mich in tausend Einzelheiten verzetteln. Mein „Scanner “ Dasein habe ich nie als Nachteil empfunden. Ganz im Gegenteil ich habe mich immer gefreut, Interesse für “ Alles “ zu haben. Es bringt großes breitgestreutes Wissen.
    Ich bin mit voller positiver Überzeugung eine Scannerin und möchte auf keinen Fall mit „normalen “ Menschen tauschen . LG Euch Allen Edith

    • Uli Feichtinger Autor des Beitrags

      Liebe Edith, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! 🙂 🙂 Ja, auch ich schätze das breite Wissen, das sich aus dem Scanner/innen-Dasein entwickelt! 🙂 🙂 Wie schön, dass uns auch das Scannerinnentum 😉 verbindet! 🙂 Herzliche Grüße vom Traunsee, Uli