Normalität ist nur eine Frage des Konsenses.
Oder besser gesagt, wenn viele Menschen glauben,
dass etwas richtig ist, dann wird es richtig.

Diese Zeilen stammen aus "Veronika beschließt zu sterben" von Paulo Coelho. Seit ich diese beiden Sätze gelesen und mir gemerkt habe, stellen sie einen zentralen Gedanken in meinem Leben dar. Immer wenn mein Weg sich mit gesellschaftlichen Normen oder Vorstellungen kreuzt, denke ich daran und schließe daraus: Ich bin nicht verrückt, es ist nur eine Frage des Konsenses.

Was für die Raupe das Ende der Welt ist,
nennt der Meister einen Schmetterling.

Dieses wunderschöne Bild stammt aus "Illusionen" von Richard Bach. Wie schlimm und katastrophal auch immer die momentane Situation erscheinen mag, es ergibt sich daraus etwas Neues, etwas anderes. Durch jede Krise, jede krisenähnliche Situation gehe ich gewandelt und gereift heraus.

Wenn du etwas aus ganzem Herzen willst,
dann können dich nur deine eigenen Ängste aufhalten.

Dieses Zitat wiederum stammt aus "Der träumende Delphin" von Sergio Bambaren. Es beschreibt meine Annahme, dass es Ängste sind, die uns daran hindern, unseren eigenen Weg zu gehen. Oft sind diese Ängste den Menschen gar nicht bewusst, weil sie vielleicht so klein sind. "Von der Angst zur Zuversicht" ist ein wichtiges Element auf der Suche nach dem eigenen Weg.

Lieber auf neuen Wegen stolpern
als in alten Bahnen auf der Stelle treten.

Dieser Spruch stammt von Jochen Mariss. Er beschreibt meine Einstellung, lieber neue Wege zu probieren und dort vielleicht zu stolpern, als in alten, unpassenden Bahnen zu verharren. "No risk, no fun " ist eine stärkere Aussage, die in dieselbe Kerbe schlägt.

No forceful pushing, let it flow !

Diese Aussage stammt von mir selbst! :) Damit erinnere ich mich selbst daran, dass es für mich keinen Sinn macht, Dinge "krampfhaft" zu probieren. Wenn's nicht fließt, dann ist es wohl (noch) nicht der richtige Zeitpunkt, die richtige Art und Weise, das richtige Gegenüber, was auch immer. Dann gibt es vielleicht einen anderen Weg, einen anderen Zeitpunkt etc., wo die Sache wie von selbst läuft.

Ratschläge dienen nur dazu,
die eigenen Entscheidungen zu rechtfertigen.

In einem Interview mit Reinhard K. Sprenger habe ich diesen Satz gelesen, der mir gleich im Gedächtnis geblieben ist. Immer wenn mir dann jemand einen guten Ratschlag gegeben hat, habe ich mir überlegt: "Und welche Deiner persönlichen Entscheidungen könnte dahinter liegen?" Durch diese Fragestellung habe ich viel über meine Mitmenschen gelernt – und ich wurde bestärkt: Ratschläge decken die eigene Wirklichkeit ab und haben mit dem Modell der Welt eines anderen Menschen oft gar nichts zu tun!

 

Ulrike Feichtinger
Traunsteinstraße 52, 4810 Gmunden
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